Ronald Baumann bleibt Vorsitzender

Veröffentlicht am 14.02.2018 in Ortsverein

Roland Baummann bleibt Vorsitzender der Altenberger SPD: Während der Mitgliederversammlung wurde er einstimmig wiedergewählt. Nicht mehr dem Vorstand gehören Jonas Dessouky und Roman von Janta Lipinski an. Für deren langjährige Unterstützung bedankte sich Baumann. Beide traten aus persönlichen Gründen nicht mehr für den neuen Vorstand an. Neue Beisitzende sind Lisa Holtstiege-Tauch (Familie und Soziales) und Eric Brunsmann (Jugend).

Bei allen anderen Posten setzt die SPD auf Kontinuität: Steffi Brunsmann bleibt stellvertretende Vorsitzende), Frank Claßen Schriftführer und Brigitte Körner Kassiererin.

Im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung wurde auch über die Frage diskutiert, ob sich die SPD im Bund auf eine große Koalition einlassen soll oder nicht. „GroKo oder NoGroko, darüber wurde leidenschaftlich und bisweilen kontrovers debattiert“, berichtete Ronald Baumann.

Zu Beginn der Mitgliederversammlung fasste Baumann einige Aktivitäten der SPD Altenberge zusammen: In weit mehr als 1000 Gesprächen am Infostand oder an den Haustüren setzten sich die Mitglieder dafür ein, dass die Fläche unterhalb des Friedhofs („Grüner Finger“) nicht oder allenfalls am Rand bebaut werden soll. Dabei habe sich gezeigt, dass sich wohl weit über 90 Prozent der angesprochenen Bürger Altenberges mit dieser Vorstellung anfreunden können. Dies haben sich auch mit ihrer Unterschrift bestätigten, sagte Ronald Baumann.

Zudem berichtete Ronald Baumann darüber, warum die SPD-Politiker den geplanten Umbau des Marktplatzes als abgesetztes Projekt außerhalb des Gesamtkonzeptes der Umgestaltung des Ortskerns abgelehnt haben. Auch die Zukunft des Rathauses und die künftige Gestaltung der Schullandschaft in Altenberge waren zentrale Themen im Vortrag.

Das letzte Thema der Mitgliederversammlung war die Frage, ob die SPD im Bund in eine große Koalition eintreten soll. Auf Unterbezirksebene war diese Frage noch im Januar mit einem 70-Prozent-Votum gegen einen Eintritt in Koalitionsverhandlungen klar beantwortet worden.

Frank Claßen, der für eine große Koalition eintrat, erinnerte die Anwesenden daran, dass die SPD im Rahmen der großen Koalition einiges für eine bessere Zukunft vieler erreicht habe. Dazu gehörte der mittlerweile etablierte Mindestlohn und die Ehe für alle. Zwei Beispiele, die es ohne die Mitwirkung der SPD sicher nicht gegeben hätte. Auch die Entwürfe des neuen Koalitionspapiers zeigen vielversprechende Ansätze für Themen, die der Sozialdemokratie am Herzen lägen.

Dem traten die beiden Juso-Mitglieder Mauro Wichate und Eric Brunsmann eloquent entgegen, indem sie ihrer Sorge darüber Ausdruck verliehen, dass dies zwar stimme, aber in der Bevölkerung einfach zu wenig wahrgenommen würde. Sie hielten an der allgemeinen Auffassung der Jusos fest, dass die SPD im Kern einer Erneuerung bedürfe und dafür auch Zeit benötige. Zudem spiele auch eine starke Opposition eine wichtige Rolle in der parlamentarischen Arbeit. Dieser Auffassung schlossen sich nicht wenige andere SPD-Mitglieder an, sodass sich bei einer abschließenden Blitzumfrage eine Mehrheit von 55 Prozent gegen die Neuauflage einer großen Koalition zeigte.

Von Martin Schildwächter

 

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