Leserbrief: Neue Mensa für Ludgeri- und Borndalschule - Lohnt sich da ein Blick über den Tellerrand? –

Veröffentlicht am 17.02.2009 in Presse

Im laufenden Haushaltsjahr soll für den verbindlichen Ganztag der Ludgeri-Schule und für den offenen Ganztag der Borndalschule eine neue Mensa errichtet werden.
Bezogen auf die erforderliche Kapazität scheint die Mehrheitsfraktion im Rat einmal mehr den traditionellen Weg des Reagierens auf Worte aus Land- bzw. Kreistag zu marschieren:

Aus den Ansätzen geht hervor, dass man von einer 100%igen Teilnehmerzahl aus der Ludgeri-Schule ausgeht und – wegen des offenen Ganztages – von einer 50%igen Teilnehmerquote aus der Borndalschule ausgeht. Blickt man auf die Weiterentwicklung des verbindlichen Ganztages auch an Grundschulen, muss man kein Hellseher sein, um zu ahnen, wohin die Reise gehen wird: In wenigen Jahren wird auch die neue Mensa zu klein sein und man wird wieder erweitern müssen. Jetzt laufen die großen Konjunktur-Förderprogramme aus dem Bund, warum nicht aus diesen Töpfen Mittel beschaffen für wirkliche Visionen: Warum nicht gleich eine Mensa in geeigneter Größe vorsehen? Und was wenn wir einen Schritt weitergingen und die Mensa so auslegten, dass auch unsere älteren Semester dort ihr tägliches Mahl einnehmen oder abholen könnten? Wie wäre es denn mal mit einem mutigen Schritt hin zu einem Generationentreffen? Die demographischen Faktoren sind hinreichend erläutert: Die älteren Menschen werden mehr, die jüngeren weniger, warum also nicht gleich auch an die älteren Generationen mitdenken? Bei vielen hapert es doch an wenigen grundlegen Dingen: Sie möchten ihre Unabhängigkeit behalten und brauchen dazu zu allererst täglich eine vernünftige warme Mahlzeit und jemanden, der ihnen bei der Hausarbeit hilft. Zumindest bei einem Punkt könnte die Gemeinde mit einer etwas größeren Mensa hilfreich zur Hand gehen. Und wer sagt, dass unter grauen Haaren nicht auch oft noch ein wacher Verstand wohnt, der den Schülern beispielsweise bei dem einen oder anderen Matheproblem aus der Patsche hilft? Vielleicht ergeben sich am Mittagstisch interessante Generationengespräche, wer weiß? Die Zeichen stehen durch die Konjunkturprogramme günstig, aber es braucht Mut zu Visionen!

Ronald Baumann

Nordwalder Straße 49

Ihr SPD-Kandidat im Wahlkreis 2

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