In voller Blüte? - Leserbrief Ulrike Reifig

Veröffentlicht am 14.08.2013 in Kommunalpolitik

Als der Schulkompromiss in NRW die Ludgeri-Hauptschule „in voller Blüte“ traf, wie Bürgermeister Jochen Paus in den WN sagte, gab es für das Folgeschuljahr 18 Anmeldungen (Altenberger, Nordwalder, Laerer Schüler).
Noch im Jahr 2012 setzt Bürgermeister Jochen Paus (Zitat WN): „Voll und ganz auf die Karte Ludgeri-Hauptschule“, nach seiner Ansicht hat diese Schulform durchaus eine Überlebenschance und sollte vor Ort gestärkt werden.

Wer allerdings die Schullandschaft in NRW aufmerksam beobachtet hat und sich den Altenberger Schulentwicklungsplan genau angesehen hat, konnte schon seit Jahren erkennen, dass die Ludgeri-Hauptschule in eine schwierige Situation gerät. Das hat nichts mit dem Schulkompromiss zu tun, der übrigens auf Landesebene zwischen SPD, Grünen und der CDU geschlossen wurde. Ausschlaggebend für den Schulkompromiss war, das aufgrund der rückläufigen Schülerzahlen und des veränderten Schulwahlverhaltens der Eltern die Hauptschule nicht mehr attraktiv war.

Um eine weiterführende Schule , welcher Schulform auch immer für unsere Gemeinde zu erhalten hätten wir spätestens im Jahr 2004/2005 beginnen müssen, ein Konzept dazu zu erarbeiten. Als 2011 der Arbeitskreis, der mit der Aufgabe betraut war Lösungen zu suchen gegründet wurde, war eigentlich alles schon entschieden. Andere Gemeinden im Münsterland haben es doch vorgemacht. Zum Beispiel die Gemeinde Ascheberg, die sich 2005 auf den Weg gemacht hat, Gemeinschaftsschule zu werden. Längeres gemeinsames Lernen, Offenhalten der Schullaufbahn, gymnasiale Standards und einen verbindlichen Anschluss an gymnasiale Oberstufen bietet die Profilschule. Ein Schulversuch übrigens, den Bürgermeister Jochen Paus grundsätzlich ablehnt. Zitat: „Und die Hauptschule für irgendwelche Schulversuche zu opfern, dafür sei sie ihm zu schade gewesen.“ In Ascheberg ist es mit CDU-Bürgermeister hervorragend gelungen, eine neue Schulform zu entwickeln, die bei sinkenden Schülerzahlen und einem geänderten Schulwahlverhalten der Eltern ein Schulangebot vor Ort langfristig sichert.

Es ist richtig, dass viele Altenberger nach der Grundschule ein Gymnasium besuchen, allerdings hätten wir mit einem attraktiven Schulangebot die Schüler, die Realschulen oder Gesamtschulen besuchen ansprechen können, denn viele Eltern legen großen Wert auf ein wohnortnahes Schulangebot und manche Eltern sind mit der verkürzten Gymnasialzeit unzufrieden und wollen ihre Kinder lieber ein Jahr länger zur Schule schicken, damit sie sich wohnortnah auf ein gutes Abitur vorbereiten können.

CDU und Bürgermeister fehlte schlicht der Mut, alte Zöpfe abzuschneiden und neue Wege zu beschreiten. Die Augen wurden vor der Realität fest verschlossen und damit das Aus der Ludgeri-Hauptschule besiegelt. Dafür müssen CDU und Bürgermeister natürlich die Verantwortung übernehmen, denn sie bilden die absolute Mehrheit im Altenberger Gemeinderat und machten das Thema Schule zur Chefsache.

Jetzt werden Sie vielleicht noch fragen, was hat denn die SPD eigentlich für den Erhalt der Schule getan. Die Antwort: Wir haben intensiv recherchiert, was aus unserer Sicht in den letzten 25 Jahren getan wurde. Nachzulesen unter www.spd-altenberge.de „Die Ludgeri-Hauptschule – Ein Rückblick“. Diesen Rückblick hat die SPD-Fraktion übrigens schon am 16. Juli im Rat getan.

 

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