SPD Ortsverein Altenberge

Wahlprogramm 2025

Das Wahlprogramm

  • Wohnen

    Wohnen
    Wohnen ist Daseinsvorsorge und ein soziales Grundbedürfnis der Menschen, in jeder Stadt, in jedem Dorf und in jeder Nachbarschaft. Wohnraum fehlt für Alleinstehende, große und kleine Familien. Miet- und Kaufpreise steigen. Wir werden uns weiterhin für guten und bezahlbaren Wohnraum einsetzen. Neuer Wohnraum ist jedoch nicht gleichzeitig bezahlbarer Wohnraum. Daher werden wir uns weiterhin für die 30-Prozent-Quote für öffentlich geförderten Wohnraum bei ausgewiesenen Baugebieten und größeren Projekten stark machen.

    Wohnungsbaugesellschaft 
    Mit dem Ratsbeschluss zur Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft IstaG ist der erste Schritt getan, aktiv die Wohnraumpolitik zu gestalten. IstaG ist die Abkürzung für Interkommunale stadtregionale Gesellschaft. Positiv ist, dass alle sieben beteiligten Kommunen der Gründung dieser Gesellschaft zugestimmt haben. Bereits Anfang 2026 sollen die Planungen für die ersten Wohnbauprojekte beginnen. Drei Aspekte möchten wir noch einmal deutlich machen.

    1. Die Gesellschaft wird vollständig im Besitz der Gemeinde Altenberge sein und eingebrachte Grundstücke das Vermögen der Gemeinde erhöhen.
    2. Die Wohnungsbaugesellschaft ist eine Ergänzung zu den geplanten Neubauvorhaben und keine Konkurrenz zur privaten Immobilienwirtschaft.
    3. Der Zusammenschluss zur interkommunalen Wohnungsbaugenossenschaft dient dazu, Arbeiten abzugeben um durch gemeinsame Ressourcen den sozialen Wohnungsbau dauerhaft zu stärken. Kostenintensive Planungsaufgaben werden so auf mehrere Schultern verteilt.

    Wohnen im Alter
    Aufgrund des demografischen Wandels und den damit verbundenen Herausforderungen kommt der Seniorenpolitik in Altenberge eine zentrale Rolle zu. Mit der Erarbeitung des Seniorenpoltischen Konzepts hat die Gemeinde einen wesentlichen Schritt zur Weiterentwicklung des Ortes gemacht. Dort wurden im Rahmen der Bürgerbefragung nachdrücklich Forderungen nach neuen und differenzierten Wohnformen gestellt. Dieses Konzept wird Leitfaden und Verpflichtung unseres politischen Handelns sein.

  • Bildung

    Die neue Grundschule - eine wichtige Investition
    Wir freuen uns mit den Kindern, Eltern und Lehrern, dass die neue Grundschule nach den Sommerferien bezugsfertig ist. Mit dieser großen wichtigen Investition haben wir einen Lernort mit Zukunft geschaffen.

    Kinderbetreuungsangebote
    Den Umbauprozess der Borndalschule für den offenen Ganztag werden wir konstruktiv begleiten. Die Kindertagesbetreuung leistet einen wesentlichen Beitrag zur frühkindlichen Bildung. Gute und verlässliche Kinderbetreuungsangebote unterstützen und erleichtern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir werden uns weiterhin für einen bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungsangebote stark machen.

    Kulturelle Bildung
    Zur Persönlichkeitsentwicklung gehört auch die kulturelle Bildung. Hier leisten die Kulturwerkstatt und die Musikschule wertvolle Arbeit. Wir sind froh, dass die Jugendkreativwerkstatt nach den Sommerferien in der Johannes Grundschule ein neues Zuhause finden wird. Wir werden auch in Zukunft die Arbeit der Kulturwerkstatt und Musikschule besonders unterstützen und fördern.

  • Pflege und Gesundheit

    Seniorenpoltisches Konzept „Selbstbestimmt leben und Integrativ wohnen in Altenberge“
    Bereits in der vorherigen Legislaturperiode haben wir die Einrichtung eines Runden Tisches beantragt, der sich einerseits mit dem Thema Pflege und andererseits mit dem Thema Wohnen und Leben im Alter beschäftigen soll. Herausgekommen ist unter großer Beteiligung das Seniorenpoltische Konzept „Selbstbestimmt leben und Integrativ wohnen in Altenberge“.  Dieses Konzept setzt sich mit den Themenfeldern Pflege, Gesundheit, Freizeit, Mobilität, soziale Kontakte und Wohnen auseinander. Wir werden die dort vorgeschlagenen Handlungsempfehlungen konsequent einfordern. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass ältere Menschen möglichst lange in ihrem Umfeld leben können und weiter gut versorgt werden.

    Barrierefreiheit
    Wir begrüßen die Einrichtung des Teilhabebeirates in Altenberge. Beratend kann sich dieser in die Ausschusssitzungen des Gemeindesrates einbringen. Unser Ziel ist es, Altenberge barrierefrei zu machen. Inklusion funktioniert nicht ohne Barrierefreiheit. Denn dort wo Orte, Räume oder Kommunikationsmittel nicht barrierefrei sind, bleibt Teilhabe am kulturellen Leben, an der Arbeitswelt und in der Freizeit verwehrt. Unser Ziel ist es, Gebäude und öffentliche Plätze sowie Dienstleistungen und Freizeitangebote so zu gestalten, dass sie für alle ohne fremde Hilfe zugänglich sind.

  • Digitale Zukunft in Altenberge

    Die Gemeindeverwaltung soll ein moderner Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger sein. Ein wichtiger Baustein wird sein, die Verwaltung weiter zu digitalisieren, damit möglichst viele Anliegen von zuhause geklärt werden können. Dabei gilt: Digitalisierung darf niemanden ausschließen. Menschen ohne digitale Kompetenzen oder Zugänge müssen weiterhin Zugang zu allen Leistungen haben. Persönliche Beratung und analoge Angebote bleiben deshalb unverzichtbar.

  • Mobilität

    Unser Ziel ist eine Mobilität, die nachhaltig, bezahlbar und für alle zugänglich ist.
    Dafür braucht es einen starken öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV), der eine echte Alternative zum Auto bietet. Das Fuß- und Radwegekonzept Altenberge ist ein Instrument, um die Nahmobilität und den Klimaschutz in Altenberge voranzutreiben. Die Umsetzung dieses Konzepts wird schrittweise erfolgen. Eine erste Maßnahme zur Sicherheit der Radfahrer auf der Laerstraße wurde bereits umgesetzt. Wir werden die Umsetzung weiterer Maßnahmen konsequent einfordern.

    Bürgerbus
    Wir wollen einen Bürgerbus, der das gesamte Gemeindegebiet mit einbezieht und flexibel eingesetzt werden kann. Entsprechende Bedarfe wurden seitens der Bürgerschaft im Zusammenhang mit dem Seniorenpolitischen Konzept sehr klar und deutlich formuliert.

    Ausbau der Bahnstrecke Münster- Gronau
    Wir begrüßen die Pläne zum Ausbau der Bahnstrecke Münster-Gronau, bedauern jedoch, dass dieses Projekt erst in einigen Jahren umgesetzt werden soll.

  • Ehrenamtliches Engagement

    Wertschätzung
    Ehrenamtliches Engagement ist für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie vor Ort unverzichtbar. Wir sind stolz auf die große Zahl der Ehrenamtlichen in unserem Ort. Diese sind in einer beeindruckenden Breite tagein tagaus zum Wohle aller unterwegs. Sie bereichern unser Zusammenleben und verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

    Zukunft der Johannes Grundschule
    Die Johannes Grundschule wird als Quartier der Generationen nicht nur ein Gebäude sein: Sie wird eine Plattform für ehrenamtliches Engagement. Ein gutes Miteinander, Beratung und Unterstützung sorgen für sozialen Frieden und Zusammenhalt. Soziale Zufriedenheit schafft Frieden für alle. Deshalb unterstützen wir die Entwicklung dieses Projektes.

    Projekt für die Jugend
    Wir möchten junge Menschen für Politik begeistern. Dabei geht es uns darum, mit ihnen junge Ideen in neue Projekte zu entwickeln. Politische Hürden sollen dabei gemeinsam überwunden werden. Die Vorschläge der jungen Menschen sollen zeitnah beraten und umgesetzt werden. So kann Politik in der praktischen Umsetzung erfahren werden.

  • Erhalt der gemeindlichen Infrastruktur

    Sanierung
    Altenberge besteht nicht nur aus einem prächtigen Ortskern. Es gibt viele Straßenzüge, die dringender Sanierung bedürfen. Die vom Rat beschlossene Prioritätenliste für den Ausbau und die Unterhaltung der Gemeindesstraßen bildet eine gute Planungsgrundlage für die kommenden Jahre. Wir werden die Umsetzung der Maßnahmen konsequent einfordern. Neben den Straßenbaumaßnahmen ist regelmäßig auch in die Kanalisation zu investieren. Wir werden darauf achten, dass regelmäßig ausreichende Haushaltmittel eingestellt werden.

    Umsetzung des Spielplatzkonzepts
    Auch die Altenberger Spielplätze sind in die Jahre gekommen. Spielplätze wurden über Jahrzehnte geflickt, es hat aber keine Weiterentwicklung stattgefunden. Das nun beschlossene Spielplatzkonzept bietet eine gute Planungsgrundlage für die kommenden Jahre.

    Feuerwehrgerätehaus
    Zu einer guten Infrastruktur gehört auch ein Feuerwehrgerätehaus, das die Anforderungen der Brandschutzbedarfsplanung erfüllt. Die Kameradinnen und Kameraden der freiwilligen Feuerwehr leisten für uns ehrenamtlich lebenswichtige Arbeit. Ihnen gilt unser Dank. Wir werden den Prozess der Standortsuche konstruktiv begleiten. Auch wenn es sich um ein kostenintensives Projekt in den kommenden Jahren handelt, machen wir uns für ein neues Feuerwehrgerätehaus stark, das alle technischen Anforderungen erfüllt.

  • Arbeit und Wirtschaft

    Altenberge ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Unsere lokalen Betriebe spielen eine zentrale Rolle für Beschäftigung, Innovation und regionale Entwicklung. Die angesiedelten Gewerbetreibenden sollen sich wohlfühlen. Wir möchten eine Umgebung schaffen, die das Geschäft und eine gute Unternehmensentwicklung erleichtert. Hier sehen wir Möglichkeiten indem wir bezahlbaren Wohnraum für Fachkräfte schaffen. Zudem sollen Fördermittel durch die Wirtschaftsförderung der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Kreises geprüft werden. Für die Vermarktung von Gewerbegrundstücken haben wir einen Kriterienkatalog entwickelt. Damit wird die Vergabe einheitlich und transparent.

  • Klimaanpassung und Energiepolitik

    Klimaanpassung und Umweltschutz
    Bei all unseren Vorhaben ist es wichtig, Klimaanpassung und Umweltschutz immer mitzudenken. Klimaanpassung bietet die Chance für ein besseres Leben. Mit neuen Grünflächen und schattigen Orten werden wir Hitzeinseln verringern. Ein gutes Beispiel dafür ist der Grünflächenanteil von 25 Prozent im Baugebiet Bahnhofshügel. Neben der Erhöhung der Lebensqualität für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner sind wir mit mehr Versickerungsflächen dort besser auf Starkregenereignisse vorbereitet. Das Begrünungskonzept der Gemeinde Altenberge priorisiert kommunale Grünflächen, die ökologisch aufgewertet werden sollen. Erste Maßnahmen werden in 2025 umgesetzt. Wir werden uns weiterhin in den folgenden Planungsprozessen engagieren. Dabei ist es uns wichtig, zunächst die Bereiche in den Fokus zu nehmen, die mit mangelhaft bewertet wurden.

    Energiepolitik
    Altenberge hat sich bei der kommunalen Wärmeplanung schon recht früh auf den Weg gemacht. Die Ergebnisse, werden uns voraussichtlich bald vorliegen. Sie werden uns Wege zu klimaneutralen, bezahlbaren und zuverlässigen Heizformen zeigen.