Kühe zahlen zu wenig Steuern!

Veröffentlicht am 11.02.2011 in Umwelt

Die jetzt erfolgte Vorbereitung großflächiger Baugebiete stimmt zwar nicht mit den jeweiligen Wahlprogrammen von CDU/UWG überein, war aber vorhersehbar! Man kann sich die CDU-Plankonzepte zur Umgehungsstraße und das Planfeststellungsverfahren in Erinnerung rufen. Die sahen schon damals große Neubauflächen zwischen Ort und Straße vor.

Und in der Regionalplanung der Bezirksregierung werden die Ziele der Gemeinde umgesetzt -soweit diese mit den Zielen der Landesplanung übereinstimmen. Wenn man sich im Informationssystem der Bezirksregierung umschaut, kann man die Zusammenhänge erkennen. 2005 im Bericht der Bezirksregierung zum Demografischen Wandel war Altenberge noch Kandidat für leichten Bevölkerungsrückgang auf 10.500 Einwohnern im Jahr 2035. Heute ist Altenberge im Bevölkerungskurzbericht 2009 der Bezirksregierung sozusagen 'Boomtown' und mit 18,6% Bevölkerungszuwachs bezogen auf 2008 und 12.110 Einwohnern im Jahr 2030 geführt. Begründet werden diese Zahlen mit Zuwanderungsbewegungen - nicht mit dem Wachstum der Altenberger Familien! Da diese Zuwächse - die größten im Kreis Steinfurt und die Drittgrößten im gesamten Regierungsbezirk Münster- also im Altenberger Rathaus gewollt sind, muss das Auswirkungen in der Regional- und Ortsplanung haben, denn Zuzug erfolgt nur, wenn Wohnraum zur Verfügung gestellt werden kann. Und da bleibt es offensichtlich bei der Praxis: Neue Wohnbauflächen sind das einzige Heil (für Wenige)! Dazu darf es dann auch Salamitaktik sein. Denn die jetzige Fortschreibung der Regionalplanung für Altenberge weist im Siedlungsflächenbedarf bis 2025 rechnerisch und in den Plänen bereits einen Flächenbedarf von 61,3 ha, davon 43 ha für allgemeinen Siedlungsbedarf, aus.

Aber wenn man sich was wünschen darf, wie wäre es mit Antworten: Was ist mit den Wünschen der Altenberger Bürger, die sich kein Grundstück wünschen und was wird aus den Ergebnissen der lokalen Agenda? Wenn das Wachstum kommt, sind auch infrastrukturelle Anpassungen an gemeindlichen Einrichtungen wie der Kläranlage notwendig. Gibt es Überlegungen zur umweltfreundlicheren Energieversorgung neuer wie auch alter Wohnbebauung? Was kostet das alles, wo doch jetzt bereits Geld an allen Ecken fehlt? Was ist mit dem Wohnungs- und Wohngebäudebestand in der Gemeinde? Konzepte zur Weiterentwicklung vorhandenen Wohnraums könnte man sich wünschen, zum Werterhalt des Gebäudebestandes der Bürger und zur geplanten, nicht zufälligen Verdichtung der Bauflächen oder zum Erhalt von Freiraum und Natur. Alles eine Frage der Priorität!

 

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